Theater_

Produktionen (Auswahl)

kainkollektiv: GAIA-Projekt - eine Cyborg-Opera

Gaia ist in der Mythologie die Urmutter Erde, das allumfassende weibliche Prinzip, das alle Dinge, die da sind, miteinander in eine Verbindung bringt. Gaia erschafft und zerstört. Gaia gebiert und vermehrt. Die 10 Künstlerinnen aus Kanada, Kamerun, Iran, Kroatien, Frankreich und Deutschland erschaffen in GAIA einen Möglichkeitsraum. Einen Raum, in dem Kunst und Kinder gemeinsam existieren können. In diesem Raum exponieren sie sich selbst mit ihren Fragen, Zweifeln, Stärken und Suchbewegungen. Was bedeutet es eigentlich Mutter zu sein und gleichzeitig Künstlerin?

Premiere: Juli 2020 Ruhrfestspiele Recklinghausen (online)

Ein Projekt von kainkollektiv in Koproduktion mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen und dem tak Berlin

Gefördert durch den Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, das NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste und den Regionalverband Ruhr

 

GAIA gehört zu den 10 auserwählten Produktionen des virtuellen nachtkritik – Theatertreffens 2021.                               „Nicht nur, dass Regisseurin Mirjam Schmuck Filme, Live-Videokonferenzen, grandiose animierte Gothic-Novel- Zeichnungen, Tanz und Theater in dramaturgisch kluger, pathetisch-fröhlicher Weise zusammenbringt, sie zeigt auch, wie Frauen sich solidarisieren: Sechs Künstlerinnen erschaffen gemeinsam einen Abend über die Kondition und Kraft von Frauen.“ (Dorothea Marcus)

sputnic: INF²erno

Premiere: Februar 2020 Schauspiel Essen

 

Eine Koproduktion von sputnic – visual arts und Schauspiel Essen
Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, durch das NRW KULTURsekretariat Wuppertal und das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen

Dante Alighieri hat über 13 Jahre an seinem Meisterwerk geschrieben, das er erst kurz vor seinem Tod im Jahre 1321 vollendete. „Die göttliche Komödie“ hat Geschichte geschrieben, denn sie zählt nicht nur zu den wichtigsten Werken der Weltliteratur, sondern mit ihr hat Dante auch das Italienische als Schriftsprache begründet. In „INF²erno“ überschreibt das Medienkollektiv sputnic das mittelalterliche Versdrama und erzählt die Heldenreise als „Live Animation Cinema“, einer hybriden Erzählform zwischen live hergestelltem Trickfilm und Bühnenperformance

sputnic: IOta.KI

Mit ihrer Form des LIVE ANIMATION CINEMA, bei der vor den Augen der ZuschauerInnen ein Trickfilm animiert, geschnitten und vertont wird, erzählen Nils Voges und sein Kollektiv sputnic die Geschichte der jungen Astronomie-Studentin Anna und der von ihr geschaffenen Künstlichen Intelligenz IOta.

Premiere: 2018 Junges Theater Bremen

Beim 6. Norddeutschen Theaterfestival für junges Publikum „Hart am Wind“ bekam IOTA.KI den Publikumspreis der Jugendjury.

2020 wurde das Stück zu den Jungen Ruhrfestspielen eingeladen.

2021 wurde das Stück zum „Augenblick mal“-Festival eingeladen.

kainkollektiv & sputnic: Western Dreams & Eastern Promises

Premiere: 2018 Schauspielhaus Bochum

Eine Koproduktion von kainkollektiv & sputnic mit dem Schauspielhaus Bochum und dem Ringlokschuppen Ruhr

Gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, durch die Kunststiftung NRW, durch die Spitzenförderung Theater NRW sowie durch die Rudolf Augstein Stiftung.

Das kainkollektiv machte sich im Frühjahr 2018 auf die Spuren der aktuellen Unruhen, die das Image des heutigen Europas in verschiedenen Ecken des Kontinents prägen. In Kooperation mit den Medienkünstlern vom Visual Arts-Kollektiv „sputnic“ durchquerten die kainkollektivist*innen, mit Handkameras ausgestattet, die europäischen Landschaften von Sibiu, Wien und Warschau über London bis nach Athen und Lissabon und zurück ins Ruhrgebiet, um aus Sicht unterschiedlicher Biografien und Identitäten den Krisen und Potenzialen des Kontinents nachzuspüren.

kainkollektiv: Of Coming Tales

„Alle Märchen sind nur Träume von jener heimatlichen Welt, die überall und nirgends ist.“ (Novalis) — Nach „Still out there“, das sich mit der Überschreibung der „Bremer Stadtmusikanten“ beschäftigte, führt kainkollektiv seine theatrale Forschung über die Märchen, die unsere Gegenwart zu erzählen hat, fort. In einer groß angelegten Installation quer durch Brauhaus, Brauhauskeller, Foyer sowie Hinter- und Lagerräume von Junges.TheaterBremen entsteht diesmal eine interdisziplinäre Märchenmaschine.

Premiere: 2018 Junges Theater Bremen

sputnic: Metropolis

Premiere: Februar 2018 Schauspiel Essen

Basierend auf dem Roman von Thea von Harbou und dem Film von Fritz Lang erzählen sputnic die Geschichte um die krankende Gesellschaft und den Maschinenmenschen Futura, als live animerten Trickfilm, in einer neuen Version, die die Thesen des Werkes von 1927 mit aktuellen technischen Entwicklungen, gesellschaftlichen Ängsten und Fragen variiert und die die Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte des Filmklassikers miteinschließt.

kainkollektiv: Hagar

In HAGAR will kainkollektiv in einer musik-theatralen Inszenierung sowohl die Familien-Geschichten als auch diese unterschiedlichen religiösen Rituale und Gesänge hörbar machen. Zwischen szenischem Konzert und Opern-Performance wird in HAGAR der Theaterraum zur Versammlungsstätte, in der sich die lokal-globale Weltfamilie (Bochums) selbst begegnet. Was heißt es heute, in Bochum zusammen zu leben, zu singen, zu beten?

Premiere: 2017 Schauspielhaus Bochum

kainkollektiv: Fin de Mission - ohne Auftrag leben

Premiere: 2016 Ringlokschuppen Ruhr

Gefördert durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, die Kunststiftung NRW, die Konzeptionsförderung des Fonds Darstellende Künste e.V. – aus Mitteln des Bundes, den Internationalen Koproduktionsfonds des Goethe Instituts, das Goethe Institut Kamerun sowie den Regionalverband Ruhr im Programm Interkultur Ruhr.

 

kainkollektiv und OTHNI entwerfen eine kamerunisch-deutsche Oper(ation) über das „Gedächtnis der Sklaverei“. In der Begegnung höchst unterschiedlicher Musiktraditionen entsteht eine neue Klanglandschaft, die mit den konkreten und imaginären Landschaften der europäisch-afrikanischen (Sklaverei-) Geschichte Kontakt aufnimmt: von Klage- und Totenliedern über Arbeits- und Widerstandsgesängen bis hin zum europäischen Opernrepertoire. Eine Musiktheater-Performance, die unser unbekanntes und verdrängtes Erbe aus den Untiefen der Geschichte heraufholt, bis es uns im buchstäblichen Sinne um die Ohren fliegt. Eine Mission am Ende aller Missionen, mithin eine Mission ohne Auftrag

Kerstin Pohle

Ebenso Kerstin Pohle ist eine Wucht, die in der Rolle von Fritz Langs Ehefrau Thea von Harbou vehement die männlichen Prinzipien anficht, gleichzeitig als Maschinenfrau Vernichtung prophezeit

WAZ

Kerstin Pohle mit ihrer porentief reinen Stimme und der Countertenor Florian Lauss bereichern den musikalischen Teil der Aufführung durch berührend gesungene Arien aus Alessandro Scarlattis Agar et Ismaele Esiliati.

www.theaterpur.net